Anlässlich des Theaterstücks, welches wir am Mittwoch gucken werden, habe ich mal zwei Inhaltsangaben (einmal über das Stück und einmal über das Buch) rausgesucht. Es ist sehr hilfreich, wenn man schon etwas Hintergrundwissen hat bevor man das Stück sieht, denn ich glaube keiner will, dass es einem wie beim letzten Stück ergeht, bei dem man den Kontext nicht verstanden hat...
Diese Inhaltsangabe ist vom Hans Otto Theater selbst über das Theaterstück, dass wir sehen werden. Leider soll das Theaterstück negative Kritik bekommen haben, aber wir werden sehen und lassen uns überraschen...
"Tschick" von Wolfgang Herrndorf, Hans Otto Theater Potsdam
Premiere 9. Mai um 18:00 Uhr in der Reithalle. -----
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf.
Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Plattenbauhochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel gelungener Integration. Dass er einen geklauten Lada Niva zur Hand hat, macht das Bild nicht besser. Aber der Lada macht Maik und Tschick mobil für eine gemeinsame Reise, ohne Karte und Kompass durch das sommerglühende Brandenburg, eine Reise, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huckleberry Finn.
Mit »Tschick« kommt der Erfolgsroman des vergangenen Bücherjahres auf die Bühne der Reithalle. Ein schräger »Coming-of-Age«-Roman, der in träumerischer Leichtigkeit seinen beiden Helden bei der ersten großen Prüfung ihres Lebens folgt. Das Resultat ist eine erschreckend komische Odyssee durch die deutsche Provinz. Wolfgang Herrndorf wurde 1965 in Hamburg geboren, studierte Malerei und zeichnete u. a. für das Satiremagazin »Titanic«.
Wolfgang Herrndorf wurde soeben mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
(13+)
Regie
› Sascha Hawemann
Bühne u. Kostüme
› Regina Fraas
Mit
› Eddie Irle
› Florian Schmidtke
› Juliane Götz
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf.
Die andere Inhaltsangabe ist aus dem Buch von dem das Theaterstück handelt:
Maik ist vierzehn und stammt, wie der Name schon sagt, aus Berlin Marzahn. In seiner Klasse hieß er vorübergehend «Psycho», weil er in einem Aufsatz über seine Mutter deren wiederholte Ausflüge in die «Beautyfarm» schilderte, die in Wirklichkeit Entziehungskuren sind. Da er aber in der Schule als eher langweilig gilt oder sich zumindest so fühlt, blieb auch der Spitzname nicht an ihm haften. Erst als der Russe «Tschick» in der Klasse auftaucht – mit Alkoholfahne und demonstrativem Desinteresse – verändert sich die Ausgangslage.
Tschick steht zu Ferienbeginn in einem gestohlenen Lada bei Maik vor der Tür, um ihn aus seiner Einsamkeit zu erlösen. Denn die Mutter ist mal wieder auf Beauty, der Vater mit einer «Assistentin» auf «Geschäftsreise». Da ist es doch nur recht und billig, wenn die beiden sich nun auch aufmachen: erst zu der schönen Tatjana, in die Maik sinnlos verliebt ist und die ausgerechnet ihn nicht zu ihrem Geburtstagsfest eingeladen hat, und dann ab in die Walachei, denn die gibt es, wie Tschick versichert, im Unterschied zu Pampa und Jottwede wirklich. Sie liegt irgendwo im Südosten.
Was folgt, ist eine Road-Novel, die so grotesk, traurig, dramatisch und dermaßen komisch ist, dass man vor Lachen oft gar nicht weiterlesen kann, aber doch unbedingt muss – weil spannend ist es auch. Den Film, der ganz bestimmt bald daraus werden wird, sieht man schon vor sich, leider, denn einen Film braucht es bei einem so grandiosen, bildhaften, temporeichen Roman nun wirklich nicht. Ein Film könnte den eigentlichen Clou auch gar nicht transportieren: Das ist die Erzählperspektive Maiks, der die Dinge mit den Augen eines Vierzehnjährigen wahrnimmt und eben nicht alles wirklich versteht.
Liebe Grüße
-paulina
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